Historisches

ATFSMM

In Santa Maria Madalena hat man mit ähnlich gelagerten Schwierigkeiten zu kämpfen, wie sie leider in ganz Brasilien eine traurige Realität und auch auf der Seite "Brasilien - einige Realitäten" beschrieben sind.


Marcel Schuwey, der Initiant der Vereinigung, lebt seit seiner Pensionierung in Cachoeiras de Macacu und Nova Friburgo, wo er sich um die Einrichtungen der "Association Fribourg - Nova Friburgo" kümmert. Sehr rasch konnte er sich selbst ein Bild der Lebensbedingungen vieler brasilianischer Familien und speziell der Kinder machen.


In Santa Maria Madalena begegnete er Menschen, die alles versuchten, ihrer Jugend eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Leider fehlte es stets an den nötigen Mitteln. Marcel Schuwey beschloss deshalb, diese Leute zu unterstützen. Ein Schulpavillon für junge Mädchen und werdende sowie arbeitslose Mütter tat gerade Not in Santa Maria Madalena. Diese Mädchen und jungen Frauen sollten dort Aufnahme und Beschäftigung als Näherinnen und Weberinnen finden und so einen Beruf erlernen.


Damals, im Jahr 2003, war Marcel Schuwey noch Vorstandsmitglied des Freiburgischen Kantonalschützenvereins. Zurück in der Schweiz, konnte er seine Vorstandskameraden und einige Freunde von der Not in seiner neuen Wahlheimat überzeugen. Man organisierte Kollekten bei den Freiburger Schützen, bei Freunden, Bekannten und Verwandten. Auch ein grosses Lottospiel wurde organisiert und in Rekordzeit war der nötige Betrag für das Projekt vorhanden.


In der Zwischenzeit schossen brasilianische Freunde und die Gemeinde die für den Baubeginn notwendigen finanziellen Mittel vor. auf diese Weise war es möglich, mit dem Bau ohne Zeitverlust zu beginnen.


Im Frühjahr 2005 war es dann soweit: Eine Reisegesellschaft von 60 Freiburger Schützen reisten mit ihren Frauen und dem gesammelten Geld zur Einweihung des "Centro de formação profissional" nach Nova Friburgo und S. Maria Madalena. Die Delegation aus der Schweiz wurde äusserst herzlich empfangen. Während dieses Aufenthalts entstanden viele Freundschaften, die auch heute noch gepflegt werden.


Dank der Grosszügigkeit der Freiburger Bevölkerung, speziell der Freiburger Schützen, flossen weiterhin Spendengelder. Man wusste ja nun, dass die "Spendenbatzen" gut angelegt werden. Das Geld wurde in Form einer Stiftung angelegt. Diese wird nun von der im Jahr 2006 gegründeten schweizerischen "Association Le Tireur Fribourgeois Santa Maria Madalena" verwaltet. Die brasilianische Schwestervereinigung "Associação Le Tireur Fribourgeois Santa Maria Madalena" dagegen verwaltet das "Centro de formação profissional" und und andere Bauten. Sie unterbreitet der schweizerischen Schwestervereinigung zudem Vorschläge für Entwicklung und Weiterausbau schon bestehender Einrichtungen und die Schaffung neuer Installationen.


Seit der Einweihung von 2005 bestehen ganz enge Kontakte zwischen vielen Menschen aus Nova Friburgo, Santa Maria Madalena und Freiburgern in der Schweiz. Gelegentlich werden deshalb auch Besuchsreisen über den "grossen Teich" hinweg organisiert. So waren etwa im Jahr 2007 an die 60 Brasilianer im Kanton Freiburg zu Besuch und neben einigen kleineren Reisegesellschaften aus der Schweiz wurde auch 2009 wieder eine grosse Reise nach Brasilien organisiert.

Santa Maria Madalena

in Rio de Janeiro Zustand

Brasilien kurz und bündig


Brasilien ist das grösste und bevölk-erungsreichste latein-amerikanische-Land. Seine Fläche beträgt 8.512.000 km2 und es hat eine Bevölkerung von  204'259'812 Einwohnern (2015). Bra-silien ist die achtgrößte Volkswirtschaft  und seine Amtssprache ist Portu-giesisch. Die überwiegende Mehrheit der Einwoh-ner sind römisch-katholisch. Die Wohndichte des Landes ist relativ gering, weist aber eine stark verstädt-erte Bevölkerung (84%) auf. Brasilien ist eine föderative Republik und liberal.


Brasilien ist durch starke geogra-fische und soziologische Kontraste geprägt. Während ein Grossteil des Landes vom amazon-ischen Urwald bedeckt und fast menschenleer ist, beherbergt die südöstliche Küste Megastädte wie São Paulo und Rio de Janeiro und rund um die Stadt Belo Horizonte eines der grössten urbanisierten Gebiete. Wirt-chaftliche Ungleich-heiten gehören zu den ausgepräg-testen in der Welt. Rassentrennung exisitert, wenn auch nicht offiziell.


Brasilien ist eine der aufstrebenden Nationen zusammen mit China, Indien und Russland.

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