Haus des Handwerks

ATFSMM

Haus des Handwerks

Dank des grossen Erfolgs unserer im Berufsausbildungs-Zentrum vermittelten Kurse häuften sich die dort gefertigten Produkte. Ende 2006 mussten wir feststellen, dass ein Ausstellungs- und Verkaufslokal dafür Not tat. In der Umgebung von Santa Maria Madalena gibt es übrigens eine ganze Anzahl Kleinhandwerker, die verschiedenste Produkte herstellen, mit deren Absatz aber Mühe haben. Auch für diese wäre ein Ausstellungs- und Verkaufslokal interessant.


So kam es, dass Marcel Schuwey im April 2007, anlässlich der Generalversammlung der ATFSMM, das Projekt für den Bau eines neuen Pavillons, der "Casa do Artesanato" oder kurz "Casa do Artesão" (Haus des Handwerks) vorstellte. Dieses wurde von allen anwesenden Mitgliedern einstimmig gut geheissen.


Zurück in Brasilien gab Marcel Schuwey unverzüglich das "grüne Licht" zum Bau des neuen Pavillons. Dieser befindet sich gleich neben der kleinen Mineralienschleiferei (auch ein Werk für die Beschäftigung von Jugendlichen).


Am 15. Dezember 2007 konnte die "Casa do Artesão" im Rahmen des jährlich stattfindenden "Bingo" (eine Art Lotto) im Beisein der Lokalbehörden, der Bevölkerung und unter Mitwirkung der Musikgesellschaft eingeweiht werden.


Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. Derzeit stellen hier bereits 32 Lokalhandwerker ihre Produkte aus und bieten sie zum Verkauf an. Die ATFSMM erhebt einen Unkostenbeitrag von 10% des Verkaufspreises, was im Jahr 2008 Einnahmen von über 1'000.00 RS erzeugt hat (das entspricht einem Betrag von etwas mehr als 500 Schweizer Franken. Die Betriebskosten werden von der Präfektur (Gemeindeverwaltung) übernommen.


Am 13. Dezember 2008 fand die Einweihung von 2 Fahnenmasten mit den beiden Ladesflaggen Brasiliens und der Schweiz statt. Diese schmücken den Zugang zum Gebäude und wurden von den Firmen « Dormez Kolly de Marly » aus Marly (Kanton Freiburg) und "Silthur" (Nova Friburgo) gestiftet. Wir danken diesen beiden Firmen aufs Herzlichste für ihre Geste.


Im Innern der "Casa do Artesão" fühlen sich Touristen und Besucher gleich in die Schweiz versetzt, sind doch die Wände mit schönen Bildern des Kantons Freiburg geschmückt. Sogar eine farbenprächtige "Poya" hängt dort. Diskret im Hintergrund hört man Schweizer Volksmusik, wie etwa Lieder aus dem Greyerzerland und der Westschweiz, sowie Ländlermusik